DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025: Was HR über Sicherheit, Gesundheit & Homeoffice wissen muss
Der DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 zeigt: Fehlzeiten steigen, Sicherheitskultur bröckelt, Homeoffice ist ergonomisch riskant. Die wichtigsten Erkenntnisse für HR – inklusive Handlungsempfehlungen für mobiles Arbeiten.

Der DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2025 zeigt klar: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stehen unter massivem Druck – durch hybride Arbeit, psychische Belastungen, digitale Transformation und den wachsenden Wunsch nach nachhaltiger Arbeitgeberverantwortung.
Für HR-Teams und Unternehmensleitungen heißt das: Jetzt handeln, um Produktivität, Gesundheit und Mitarbeiterbindung langfristig zu sichern. Die wichtigsten Erkenntnisse – inklusive Relevanz fürs Homeoffice – im Überblick.
1. Arbeitsunfälle nehmen ab – Fehlzeiten steigen drastisch
2023 gab es in Deutschland weiterhin über 783.000 Arbeitsunfälle, davon rund 380 tödlich. Während tödliche Unfälle zurückgehen, explodieren die Fehlzeiten:
- 22 durchschnittliche Krankheitstage pro Beschäftigtem (Anstieg gegenüber 2016)
- 885 Mio. Erwerbsunfähigkeitstage insgesamt
- 128 Mrd. Euro wirtschaftlicher Schaden durch Ausfälle
Prävention und Gesundheitsförderung sind kein „nice to have" mehr, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor.
2. Unterweisungen: Pflicht ja – aber oft mangelhaft umgesetzt
Obwohl laut DGUV mindestens eine jährliche Unterweisung gesetzlich vorgeschrieben ist:
- 73 % erhalten regelmäßige Unterweisungen
- 9 % bekommen gar keine
- In Unternehmen unter 50 Mitarbeitenden sogar 24 % ohne jede Unterweisung
Gerade kleine Unternehmen brauchen pragmatische Lösungen – etwa digitale Schulungen und standardisierte Prozesse.
3. Sicherheitskultur: Regeln bekannt, aber nicht gelebt
- 73 % kennen die Sicherheitsregeln
- Aber nur 51 % sagen, dass sie immer eingehalten werden
Es fehlt häufig das Safety Mindset: Mitarbeitende trauen sich nicht, Kolleg:innen auf unsicheres Verhalten anzusprechen. Wer Sicherheitskultur stärkt, erhöht zugleich Vertrauen und Teamzusammenhalt.
4. Homeoffice & mobiles Arbeiten: beliebt – aber ergonomisch riskant
39 % der Beschäftigten arbeiten überwiegend oder vollständig im Homeoffice, in Büroberufen sogar 67 %. Die positiven Effekte überwiegen:
- 89 % freuen sich über den Wegfall des Arbeitswegs
- 68 % schätzen flexible Arbeitszeiten
- 56 % können sich besser konzentrieren
Doch die Schattenseiten sind erheblich:
- 21 % leiden unter ergonomischen Beschwerden (Rücken, Nacken, Kopf)
- 20 % arbeiten länger oder zu untypischen Zeiten
- 17 % fehlen klar abgegrenzte Arbeitsbereiche
- 68 % haben trotz Krankheit weiter im Homeoffice gearbeitet
Genau hier setzt onyo Homeoffice-as-a-Service an: professionelle, ergonomische und gesetzeskonforme Ausstattung verhindert langfristige Schäden, steigert die Produktivität und erfüllt die Arbeitgeberverantwortung.
5. Nachhaltigkeit & „Culture of Care": Mitarbeitende erwarten mehr
- 57 % sagen, Nachhaltigkeit spielt im Unternehmen eine große Rolle
- 69 % wünschen sich aktiv einen nachhaltigen Arbeitgeber
- 61 % spüren, dass der Arbeitgeber sich um ihr Wohl kümmert – im Handel und Außendienst deutlich weniger
Moderne Arbeitgeber setzen auf nachhaltige Gesundheits- und Arbeitskonzepte – inklusive sauber dokumentierter Homeoffice-Verantwortung.
6. Gesundheitsförderung: viele Angebote, geringe Nutzung
- 42 % Vorsorgeuntersuchungen
- 41 % ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
- 34 % Fitness-Kooperationen
- 25 % Stress- und Entspannungskurse
Aber: Nur 50 % nutzen die betriebsärztlichen Angebote. Besonders kritisch: psychische Erkrankungen verursachen mittlerweile 28 Krankheitstage pro Fall – Tendenz seit Jahren steigend. HR muss niedrigschwellige digitale Angebote schaffen und Services sichtbarer machen.
7. KI & Digitalisierung: Chance – und Belastung
- 29 % empfinden KI als echte Erleichterung
- 12 % fühlen sich überfordert
- 13 % haben Angst um den Arbeitsplatz
- 32 % sehen steigenden Leistungsdruck durch digitale Überwachung
Unternehmen sollten Transparenz schaffen, Mitarbeitende schulen und KI-Einführungen aktiv begleiten.
Fazit: Arbeitssicherheit neu denken – besonders im Homeoffice
Der DEKRA-Report zeigt unmissverständlich:
- Sicherheit ist nicht überall gewährleistet
- Psychische und ergonomische Belastungen steigen
- Homeoffice wird oft ohne klare Gefährdungsbeurteilung betrieben
- Mitarbeitende wünschen sich mehr Nachhaltigkeit und Fürsorge
Genau hier liegt die Chance: Wer strukturiert, ergonomisch und nachhaltig in sichere Arbeitsumgebungen investiert – im Büro wie im Homeoffice – steigert Produktivität, Gesundheit und Bindung gleichermaßen. Mit Lösungen wie onyo wird die Einhaltung gesetzlicher Pflichten zum Wettbewerbsvorteil.


