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Flex Office

Desk Sharing: Einführung, Regeln, Sharing-Ratio und Software

Desk Sharing heißt: weniger Arbeitsplätze als Mitarbeitende – dafür Plätze, die zur Arbeitsweise passen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie die richtige Sharing-Ratio bestimmen, welche Regeln Akzeptanz schaffen und welche Software Sie dafür brauchen.

Übersicht

Desk Sharing (auch Hot Desking oder Flex Office) bedeutet, dass Arbeitsplätze nicht mehr fest einer Person zugeordnet sind, sondern tagesaktuell genutzt und gebucht werden. In hybriden Teams sind Büros an vielen Tagen nur zu 40 bis 60 Prozent belegt – Desk Sharing macht diese Lücke nutzbar, statt sie zu bezahlen.

Der wichtigste Hebel ist die Sharing-Ratio: das Verhältnis von Arbeitsplätzen zu Mitarbeitenden. Wer im Schnitt drei Bürotage pro Woche vorsieht, kommt oft mit einer Ratio von 0,7 bis 0,8 aus – also 70 bis 80 Plätze für 100 Personen. Entscheidend ist nicht der Durchschnitt, sondern der Spitzentag: Wenn Dienstag und Mittwoch alle im Büro sind, muss die Ratio diesen Peak abfedern oder über Anwesenheitsregeln geglättet werden. Belastbar wird die Zahl erst mit echten Belegungsdaten statt mit Buchungsabsichten.

Desk Sharing scheitert selten an der Technik, sondern an fehlenden Spielregeln: Wo lagere ich meine Sachen? Sitzt mein Team zusammen? Was passiert, wenn kein Platz frei ist? Deshalb gehören zu jeder Einführung ein klarer Regelsatz (Buchungsfenster, No-Show-Regel, Team-Zonen, Clean Desk, Locker), eine Beteiligung des Betriebsrats und eine transparente Kommunikation, warum umgestellt wird.

Rechtlich wichtig: Auch geteilte Arbeitsplätze müssen der Arbeitsstättenverordnung und dem Arbeitsschutzgesetz entsprechen. Höhenverstellbarkeit, Monitor, Beleuchtung und Ergonomie dürfen nicht davon abhängen, welchen Platz jemand am Morgen erwischt – und für Homeoffice-Tage braucht es eine eigene Gefährdungsbeurteilung samt passender Ausstattung.

Software ist der Ermöglicher: Ein Arbeitsplatzbuchungssystem zeigt freie Plätze im Grundriss, bildet Team-Zonen ab, verbindet Schreibtisch-, Raum- und Parkplatzbuchung und liefert die Auslastungsdaten für die nächste Flächenentscheidung. onyo verbindet dieses Desk Booking mit der Ausstattung für Büro und Homeoffice – ein Anbieter für beide Seiten des hybriden Arbeitsplatzes.

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Häufige Fragen

Was bedeutet Desk Sharing genau?

Beim Desk Sharing gibt es keine festen Schreibtische mehr. Mitarbeitende buchen tagesaktuell einen freien Arbeitsplatz – meist über eine Desk-Booking-App. Persönliche Dinge liegen in Lockern, der Platz wird abends geräumt (Clean Desk).

Welche Sharing-Ratio ist sinnvoll?

Als Orientierung: bei zwei Bürotagen pro Woche etwa 0,5 bis 0,6 Plätze pro Person, bei drei Tagen 0,7 bis 0,8, bei vier Tagen 0,9. Maßgeblich ist der Spitzentag, nicht der Durchschnitt – deshalb sollten Sie die Ratio mit echten Belegungsdaten aus mindestens vier Wochen unterlegen.

Ist Desk Sharing rechtlich zulässig?

Ja. Es gibt keinen Anspruch auf einen bestimmten Schreibtisch. Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsschutzgesetz gelten aber unverändert: Jeder geteilte Platz muss ergonomisch geeignet sein. Die Einführung ist zudem mitbestimmungspflichtig – der Betriebsrat ist bei Ordnung des Betriebs und technischer Überwachung nach § 87 BetrVG einzubeziehen.

Wie reagieren Mitarbeitende auf Desk Sharing?

Akzeptanz entsteht über Wahlfreiheit und Verlässlichkeit: Team-Zonen, in denen Kolleg:innen zusammensitzen, genügend Rückzugs- und Fokusräume, ausreichende Lockerplätze und die Garantie, dass gebuchte Plätze auch verfügbar sind. Wird nur Fläche gestrichen, ohne die Arbeitsumgebung zu verbessern, kippt die Stimmung.

Was kostet Desk Sharing – und was spart es?

Der Hauptnutzen liegt bei den Flächenkosten: In deutschen Großstädten kostet ein Arbeitsplatz je nach Lage rund 4.000 bis 8.000 Euro pro Jahr. Eine Reduktion um 20 Prozent der Plätze finanziert Buchungssoftware, Locker und bessere Homeoffice-Ausstattung meist mehrfach.

Welche Software braucht man für Desk Sharing?

Ein Arbeitsplatzbuchungssystem mit Grundrissansicht, Team- und Zonenlogik, Kalender-Integration, mobiler App, No-Show-Handling und Auslastungsauswertung. Sinnvoll ist eine Lösung, die auch Räume und Homeoffice-Tage abbildet – so entsteht ein vollständiges Bild der hybriden Woche.

Wie führt man Desk Sharing ein?

Bewährt ist ein Vorgehen in fünf Schritten: 1. Belegung messen, 2. Sharing-Ratio und Zonenkonzept festlegen, 3. Regeln und Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat abstimmen, 4. Pilotfläche mit einem Team starten, 5. nach acht bis zwölf Wochen anhand der Daten nachjustieren und ausrollen.

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